Montag, 3. Mai 2021

Männlein und Weiblein

Ich befürchte wir haben einen etwas schwächelnden Gott, der über tausende Jahre Menschheitsgeschichte seine Agenda nicht wirklich durchsetzen konnte. Eva ist ihm entglitten, Abraham ließ sich als Glaubensheld feiern, wo doch Sara den erwählten Sohn gebar (eigentlich hätte es eine Tochter werden sollen). Jakob hatte sich irrtümlicherweise die Söhne als Stammväter ausgesucht. Myriam hätte den Job von Mose bestimmt besser gemacht, eine eindeutig falsche Personalentscheidung. Fatal auch seine Auswahl bei den Königen von Israel, wieder war keine Frau darunter, dummerweise waren es dann auch Männer die als Propheten zum Sprachrohr Gottes wurden. Selbst Jesus der Sohn Gottes muss einen Augenblick unkonzentriert gewesen sein und schon hatte er 12 Jungs an der Backe und zu Aposteln gemacht. Sorry, bei allem Respekt, aber irgendwie scheint unser Gott sich kulturellen und anthropologischen Erkenntnissen zu entziehen, weiß er denn nicht, dass wir Gleichberechtigung leben? Hat er noch nie von der Frauen-Quote gehört ? Paulus erwähne ich nur am Rande, es wird vermutet das helle Licht auf dem Weg nach Damaskus hat ihn für immer blind gemacht für die Anliegen der Frauen. Gott sei Dank sind Wissenschaft und moderne Theologie diesen geschichtlichen Fehlleistungen auf die Spur gekommen. Jetzt endlich bricht die Zeit der Frauen an ! (Kommentar auf Jesus.de)

Donnerstag, 22. April 2021

mein apokalyptischer Wahn

Ich hab einen Hang zu apokalyptischen Deutungen, sicher  befeuert durch einschlägige Redner im Internet. Die Vorraussetzungen für eine Wiederkunft des Herrn sehe ich als ziemlich erfüllt an, die derzeitige Pandemie als eine heftige Wehe. Als Hauptindikatoren für ein nahes Endzeitszenario nenne ich die Heimführung der Juden aus aller Welt, die Staatsgründung Israels, die weltweite Verbreitung des Evangeliums und der Abfall von Gott und dem Glauben. Zudem ist die technische Entwicklung "Endzeitmäßig", da denke ich an Genmanipulation oder Überwachung mittels künstlicher Intelligenz. Dennoch muss ich feststellen, die Weltrieg 1 Generation hätte auch schon allen Grund gehabt mit Jesus zu rechnen, ein weltweiter heftiger Krieg, die spanische Grippe mit vielen Millionen Toten, Hungersnöte  und auch sonst lag vieles im Argen.  Was will ich sagen, man kann, ist man erst mal in dieser Denkspirale drin, leicht einem "apokalyptischen Wahn" verfallen und geneigt alle Geschehnisse so zu deuten wie es einem reinläuft. Da ist Reflektion angesagt und die Liebe zur Wahrheit will immer wieder neu angefacht werden. Schon viele, auch seriöse Leute sind hier gescheitert, haben sich in ihren Vorstellungen verloren und sich sogar zu irgendwelchen definierten Zeitangaben hinreißen lassen. Soweit darf es nicht kommen, zumal bei Gott ein Tag wie tausend Jahre sind, unser Zeitempfinden dagegen ist auf unsere begrenzte Lebenszeit bezogen. Also  nicht hysterisch werden, Jesus Tag für Tag nachfolgen, und ein leidenschaftliches  "komme bald" beten !

Dienstag, 20. April 2021

Trilogie zur Krise im Vatikan Teil 1 Freiheit

Mein Lebensmotto lautet "jeder macht was er will". Als Schwabe nur noch zu ergänzen mit einem leidenschaftlichen "Freiheit für die Bauern" ! Zugegeben das klingt nach Anarchie, möchte ich aber als ein Loblied auf die Freiheit verstanden wissen. Freiheit soll es auch im religiösen Dingen geben, jeder soll glauben dürfen was er möchte, auf dem Markt der Spiritualität wird ja tatsächlich auch alles Mögliche angeboten. Das Esoterische ist seit Jahren sehr beliebt und anders als bei den Nahrungsmitteln wo regionale Produkte gefragt sind, zieht es die Leute immer mehr Richtung Fernost. Interessant festzustellen, dass der christliche Glaube gern mit Elementen anderer Religionen vermischt wird, so hat sich die "Allversöhnung" ziemlich durchgesetzt, vereinfacht, wir kommen alle in den Himmel, wir sind alle Kinder Gottes und Gott ist (so es ihn denn gibt) einfach nur ein "lieber Gott" ! Kindheitserinnerungen werden wach. Nirgendwo wird soviel mit Fake-News gearbeitet wie in der Religion, leider sind da die Kirchen keine Ausnahme.  Das ist tragisch. Klar, man kann sich seinen Glauben selber basteln, nur mit dem Original hat das dann nicht mehr viel zu tun. Luther sah das anders, eine seiner steilen Thesen war das "sola Skriptura". "Das Wort sie sollen lassen stahn", herrlich ! "Er schuf sie als Mann und Frau" einer der ersten Sätze der Bibel, es lohnt sich darüber nachzudenken. Überhaupt, das Lesen der hl Schrift kann Welten eröffnen und macht man es ernsthaft, ist ein leichtfertiges Berufen auf dieselbe keine Option. Das gilt auch beim Thema Segnung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen.  Ist einem das zu eng, zu unmodern, kann man ja einen neuen Verein gründen und den LGBTQ Gottes*-Dienst in gendergerechter Sprache anbieten, aber gestehen wir doch den Konservativen das Recht zu den "Glauben der Väter" zu leben und zu verteidigen. Die Bibelfesten unter uns seien noch erinnert an die listige Frage (1 Mose,3) "sollte Gott gesagt haben"?  Und auch Jesus auf der Zinne des Tempels wurde ähnlich angegangen. Erkennen wir das Strickmuster und die Botschaft in diesen Textpassagen?  Jesus empfiehlt uns unser "Lebenshaus" auf Stein zu bauen. Ein festes Fundament bewahrt vor bösen Überraschungen ! Wir sollten die Fundamente unseres Glaubens nicht unterspülen lassen durch zeitgeistliche Strömungen.  Freiheit ?!   "wen der Sohn frei macht ist recht frei" (Joh 8)

Teil 2 Einheit

Das Dekret aus dem Vatikan spült den Konflikt in der katholischen Kirche zum Thema Umgang mit homosesuellen Beziehungen erneut an die Oberfläche. Die liberalen Geister sind enttäuscht, gerade von Papst Franziskus hat man sich mehr erhofft. Aber noch haben sich die Tradionalisten durchgesetzt, wir alle wissen nur für kurze Zeit. Die letzte Bastion gegen den Zeitgeist wird fallen ! Wie die Geschichte dann weitergeht ist offen, es wird wohl auf eine Art Spaltung hinauslaufen. Die Aktivisten für Homo-Ehe und Segnung interpretieren den Missionsbefehl um, nicht für das Evangelium wird gekämpft sondern für die vermeintlichen Rechte der LSGBTQ -Gemeinde. Analog zur evangelikalen Szene und der EKD gefährden sie damit die Einheit ihrer Kirche. Auch das wird umgedeutet, nicht die, welche die seit Jahrhunderten bestehende Übereinkunft in Frage stellen sind die "Bösen" sondern die an diesen "Fundamenten" festhalten. Logisch, dass sie flankiert werden von Politik und Medien ! Möglich ist diese Entwicklung durch konseqente Aushöhlung bestehender Grundüberzeugungen, sozusagen ein Dauerfeuer auf die Mauern des verbliebenen Rests. Das Ganze wird zur Frage der Menschenwürde und Rechte hochstilisiert, man wagt kaum öffentlich dagegen zu reden. Dann noch garniert mit der Floskel der grenzenlosen Liebe Gottes, wer mag da noch widersprechen? Dabei ist die Frage zur Homosexualität nur eine von vielen Baustellen, Mißbrauch, Zölibat, Maria 2. 0 passen in die Reihe. Wie gesagt, dass wird die Katholiken zerreißen, zumal in Südamerika, Asien und Afrika die Menschen anders ticken. Wird es in Zukunft einen "modernen" westlichen Zweig geben ?  Das wird spannend ! Meine Hoffnung, auch bei den Katholiken wird sich die Spreu vom Weizen trennen, das Gericht fängt am Hause Gottes an, aber die Endzeitgemeinde wird überwinden !

Teil 3 Wahrheit

"was ist Wahrheit" ?  Pontius Pilatus stellte diese eher rethorische Frage, eigentlich wollte er es gar nicht  wissen ! Die Wahrheit stand ja in Person vor ihm und hätte er gewollt, hätte er sie/ihn erkannt ! Das ist übrigens auch heutzutage eine ähnliche Szenerie, Jesus steht vor der Tür und klopft an, aber die Wenigsten lassen ihn herein!  Seltsam, in natürlichen Dingen beharren wir auf die Wahrheit, ein Schüler der behauptet 3+3 gibt 5 wird den Widerspruch seines Lehrers aushalten müssen. Wer die Gravitation leugnet bleibt einsam und tut sich irgendwann mal weh. Gibt es in der spirituellen Dimension die eine Wahrheit ? Jesus hat sich als Sohn Gottes definiert, Fake-News oder Wahrheit? In der Philosophie wird gesagt ohne Gott gibt es keine allgemeingültige Wahrheit, um Wahrheit zu benennen braucht es eine "Referenz". Einen Fixpunkt außerhalb der eigenen Welt. Kleiner Sprung, "Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt." (Paulus) Klingt irgendwie arrogant, ist aber ein geistliches Prinzip, so wie etwa  " was der Mensch säät wird er ernten ". Der moderne Mensch will seine Wahrheit selber bestimmen so wie der Schüler im Matheunterricht und wird daran scheitern. Wer Gott außen vor lässt, ist im wahrsten Sinne des Wortes außen vor, auch in der Ewigkeit ! Die einzig echte Erneuerung und Hoffnung für Individium und Gesellschaft kann nur geschehen, wenn wir uns bedingungslos dem hingeben der gesagt hat "ich bin die Wahrheit und das Leben" !

Montag, 22. März 2021

ja was denn nun, Löwe oder Lamm ?

Der moderne westliche Mann steckt in einer Krise, wussten sich die Babyboomers noch einigermaßen zuzuordnen, sind die Männer spätestens ab den 70er Jahren zerrissen, zwischen den Klischees Macho und Softi. Auslöser sind weniger gesellschaftliche Umbrüche und Werte-Diskussionen, sondern schlicht und ergreifend die Chancen des Mannes auf dem Fleischmarkt der “Liebe“. Die Nachfrage nach den „weichen Typen“ ist deutlich gestiegen, die Scheidungsrate und Trennungen aber auch! Wir Christen sind aus diesen Prozessen nicht herauszufiltern, Feminismus und Werte- Verfall hat die Kirche längst erreicht und damit auch die Definition von Männlichkeit ins Wanken gebracht. Wir sollten uns am Herrn orientieren, er ist der Erfinder der Geschlechter und selbst in seinem Mannsein ein Modell für uns. Wie war er denn nun? Liebevoll zu den Kindern, hart zu den Pharisäern, freundlich und nahbar zu den Frauen, grob zu den geldgierigen Händlern. Mal geduldig und verständnisvoll, dann wieder harsch und beinahe genervt. Sehr direkt konnte er sein, aber auch Schmerz und Kummer zeigen. Eigentlich ein ziemlich emotionaler Typ, aber eben auch mit scharfem Verstand und überdeutlichen Botschaften. Furchtlos war er und leidensfähig. Wir sehen, einen Reichtum an Gefühlen und Eigenschaften, ein weites Feld menschlicher Ausdrucksmöglichkeiten. Ja, so ist unser Herr, Löwe und Lamm, daran sollten wir uns orientieren, machen wir aus den Gegensätzen ein Gesamtkunstwerk, leben wir die „Vielfalt“, bringen wir die Pole zusammen! Der „geistliche“ Mann schöpft wie der kluge Hausvater aus einem reichen Schatz an Neuem und Altem, ist für Überraschungen gut, ist nicht leicht berechenbar, alles andere als langweilig. Hört sich doch auch für die Damenwelt interessant an oder? Ich befürchte für solche Typen nicht die ewige Einsamkeit. Fazit: Im Anschauen und Nachahmen unseres Herrn, entwickeln wir uns zum Mann der Träume, zum Märchenprinzen an dem alle Gefallen finden, auch der liebe Gott !

Freitag, 19. März 2021

machs wie Hiob

dto ! ich weiß auch, dass ich nichts weiß ! Oder zumindest nicht allzu viel . Wir sollten es trotzdem mit Hiob halten, so wir denn können, " ich weiß dass mein Erlöser lebt". Corona als Gericht Gottes !? Wäre möglich, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Und darauf, dass Gott seine Schöpfung bewahrt würde ich auch nicht wetten, jemand hat mal gesagt " wenn Gott diese Generation um ihrer Sünden willen nicht bestraft, muss er sich bei Sodom und Gomorra entschuldigen. Wie dem auch sei, vielleicht kann man sich darauf einigen, wir leben in besonderen Zeiten und es fühlt sich jedenfalls wie Endzeit an. Also erinnern wir uns an die 10 Jungfrauen und sorgen für Öl in den Lampen! Von der Politik darf man enttäuscht sein, besser gesagt, man sollte sich nicht allzu sehr auf Menschen verlassen! (siehe dazu Jeremia 17 ) Was bleibt uns ? Beten, den Herrn suchen, gesund bleiben ! Eine Vollzeitbeschäftigung dieser Tage ! Kommentar im promedienmagazin zu Jürgen Mette