Samstag, 10. Juli 2021

die Gretchenfrage

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, ein paar Gedanken zur politisch/gesellschaftlicher Entwicklung Deutschlands und die  Auswirkungen auf Kirchen und Gemeinden.  Ich erhebe keinen prophetischen Anspruch, ich hatte weder eine übernatürliche Offenbarung noch hat mir geträumet. Wenn überhaupt beanspruche ich für mich nur gesunden Menschenverstand und etwas göttliche Weisheit, aber alles im Rahmen des Durchschnitts. Aber zugegeben, ich befinde mich im "Endzeit-Modus" . Die "Verweltlichung", besser der Abfall der Kirchen schreitet in großen Schritten voran, die EKD macht es vor, einher geht das immer mit einer Relativierung der Schrift, mit einem "sollte Gott gesagt haben". Das bezieht sich so ziemlich auf alle Passagen der Bibel die in irgendeiner Form übernatürliche Ereignisse beschreiben, richtig erkannt, da bleibt nicht mehr viel übrig ! Hervorheben möchte ich die sich verändernde Haltung zu geschlechtlichen Fragen, insbeondere zur Homosexualität. War bis vor wenigen Jahren noch Konsens, dass es sich hier um eine unnatürliche, ja sündhafte Verirrung handelt, hat sich die Bewertung deutlich verändert, analog zur gesellschaftlichen Sichtweise, geht es von stiller Akzeptanz zur heute lautstarker Unterstützung dieser "Lebensform". Einstweiliger Höhepunkt die Segnung homosexueller Paare in den Kirchen. Meine Prognose, die katholische Kirche wird nachziehen, liberale Positionen werden auch dort Theologie und Ethik durchdringen. Dann werden die Unterschiede zum Protestantismus verschwimmen, zumindest in der westlichen Welt wird es keinen erkennbaren Grund für eine Trennung mehr geben, die "Verbrüderung" wird als "geistgewirkt" verkauft. Der Angriff auf göttliche Werte und die Schöpfungsordnung Gottes wird mit aller Macht voran getrieben, Kinder werden schon in den Kitas entsprechend "geimpft", die Medien, fest in der Hand von "modernen, weltoffenen" Menschen treiben die  Infiltrierung der Massen voran. Die bunte Gesellschaft, natürlich ohne jede Form von Diskrimminierung, die totale Gleichstellung aller Lebensentwürfe, Freiheit, Liebe, Respekt, wer mag da noch wiedersprechen. Die Bewertung der Homosexualität wird zur Gretchenfrage werden, wer es wagt hier eine traditionelle Position zu vertreten wird den Gegenwind zu spüren bekommen. Mehr noch, sie wird zur alles entscheidenden Frage werden. Die Schwere des Konflikts kann man bei den Evangelischen beobachten, die verschiedenen Lager könnten nicht weiter auseinander liegen. Nicht "wie hälst du`s mit dem Glauben", sondern wie stehst du zur Homosexualität wird über die Zukunft entscheiden. Hop oder top !? Im TV- Programm sind immer häufiger Sendungen zu sehen, in denen Freikirchen die in einer schrägen Form ihren Glauben praktizieren, vorgeführt werden, eine "fromme Freakshow" wird präsentiert, die vermeintlichen Opfer, bedauernswerte Geschöpfe, auch hier oftmals homosexuell empfindende Menschen, die von  sogenannten  "geistlichen Führen" zerstört werden. Hier wird das mediale Fundament gelegt um den ultimativen Angriff auf alle zu starten die noch an einer "menschenverachtenden" Sichtweise zur Homosexualität und biblischen Ethik festhalten. Politik und Justiz flankieren diesen Feldzug gegen Gott und sein Volk mit entsprechenden Gesetzen und Verordnungen. Genauso schmerzhaft und bedrohlich ist die gesellschaftliche Ächtung, wehe man gerät in den Fokus der neuzeitlichen Sittenwächter, dann Gnade uns Gott ! Selbst in der Industrie wehen schon die Regenbogen-Fahnen, ich sehe kommen, dass bei einem Einstellungsgespräch das Gewissen abgefragt wird. Aber wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten der Finsternis, sie führen diesen Angriff auf die Kinder Gottes ! Trost kommt aus dem Wort, Elisa öffnete seinem Diener die Augen um die geistlichen Realitäten zu begreifen, möge der Herr unsere auftun. ( 2 Könige) Wie wirkt diese Entwicklung auf die Freikirchen ? Die englischen Methodisten segnen jetzt auch Homo-Partnerschaften, es werden nicht die letzten sein. Ich vermute, dass noch weitere folgen werden. Bewegungen und Gemeinden die nicht konsequent an der Schrift festhalten werden zermalmt und korrumpiert werden, auch wenn sie noch einen frommen Schein wahren. Sie werden ihre Salz-Kraft verlieren ! Es wird ein "heiliger" Rest übrig bleiben, Gemeinden, Christen die ihre Knie nicht vor Baal beugen, sondern  bekennen, und vorleben, man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Diese Leute werden Druck und Verfolgung aushalten müssen, ich sehe Geschwister im Gefängniss sitzen, weil sie es gewagt haben Homosexualität als Sünde zu bezeichnen. Sie werden als lieblos gebrandmarkt werden! Religiöse Fanatiker, Fundamentalisten die dem Fortschritt, dem Weltfrieden, der neuen Weltordnung im Wege stehen. Der heilige Rest kommt aus allen Denominationen, ein " unsichtbares" Band verbindet diese Menschen, die Liebe zu Gott und die Treue zu seinem Wort eint diese Brüder und Schwestern.  Hört sich bedrohlich an, ist in Wahrheit aber ein Privileg, wir werden für Christus leiden dürfen, eine unermessliche Belohnung wartet auf die, die Christus treu nachfolgen !

Dienstag, 22. Juni 2021

Ja ! bitte mehr davon !

auf jeden Fall, Regenbogenfarben in jeder Form, gerne auch die Unterhosen. Wenn die dann rausblitzen beim niederknien gegen Rassismus, ist das ein doppeltes Bekenntnis ! Eröffnen würde ich die Spiele mit einem Ringelpiez zum Song “we are the world”, das drückt Freundschaft und Zusammengehörigkeit aus, wo hingegen die Nationalhymnen wie ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert wirken. Man könnte bei Otto Walkes für die Choreographie anfragen. Gerade uns Deutschen die schon länger hier wohnen, würde es gut zu Gesichte stehen hier den Anfang zu machen, man denke an unsere jüngere Geschichte. Wenn die “Mannschaft” dann noch statt synthetischer Sportkleidung, oftmals hergestellt in ehemaligen Kolonien, robuste Textilien aus heimischem Hanf und Flachs tragen würde, wäre das eine klare Botschaft. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das große Thema Nahrungsmittel und Tierwohl. Natürlich nicht aus Zwang, aber wenn die jungen Männer auf tierische Nahrung verzichten, was für eine enorme Signalwirkung ! Ich bin gerade im Flow, es gibt so viele Möglichkeiten auch gegen die kommende Klimakatastrophe anzukämpfen. Muss der Rasen immer frisch gewässert sein ? ( Kommentar im Promedienmagazin: Fußball mit politischer Botschaft)

Dienstag, 11. Mai 2021

Sophie Scholl und die vielen Brüder im Geiste

Bis vor wenigen Jahren war es Konsens dem Holocaust eine Art „Alleinstellungsmerkmal“ einzuräumen. Dadurch wurden die Opfer entsprechend gewürdigt. Auch der Widerstand gegen das dritte Reich bekam somit einen besonderen Stellenwert. Dies wird seit geraumer Zeit systematisch aufgeweicht, jeder der ein Plakat hochhält mit „gegen Rassismus“ wird zum Widerstandskämpfer erklärt und mit Menschen wie Sophie Scholl in einem Atemzug genannt. Eine ungute, auch irgendwie dumme Entwicklung. Dann verbirgt sich hinter dieser „Bewegung von Gutmenschen“ eine moralische Überheblichkeit, die Leute tun so, als ob mit ihnen sowas wie eine Nazi- Diktatur nicht möglich gewesen wäre, eine schwere Selbstüberschätzung und ein sichtbarer Mangel an Eigen-Reflexion. Wie viele „Widerstandskämpfer“ bleiben denn noch übrig, wenn es einen etwas kostet ? Das lässt sich übrigens auch auf das Glaubensleben übertragen. Heute ist es en voque ein bissle den Che Guevara zu geben, der alte Klassenfeind wurde einfach ausgetauscht, es geht gegen Klimaerwärmung und die alten weißen Männer, die den Schuss nicht gehört haben. Sorry, mein Vertrauen in die junge Generation ist nicht wirklich stark ausgeprägt, kann es sein, dass unsere dekadente Wohlstandgesellschaft verwöhnte, leicht verwirrte junge Leute hervorgebracht hat. Ist es nur ihrer Jugend geschuldet ? Dann möchte ich milde darüber hinwegsehen ! ( Kommentar in Jesus.de )

Montag, 3. Mai 2021

Männlein und Weiblein

Ich befürchte wir haben einen etwas schwächelnden Gott, der über tausende Jahre Menschheitsgeschichte seine Agenda nicht wirklich durchsetzen konnte. Eva ist ihm entglitten, Abraham ließ sich als Glaubensheld feiern, wo doch Sara den erwählten Sohn gebar (eigentlich hätte es eine Tochter werden sollen). Jakob hatte sich irrtümlicherweise die Söhne als Stammväter ausgesucht. Myriam hätte den Job von Mose bestimmt besser gemacht, eine eindeutig falsche Personalentscheidung. Fatal auch seine Auswahl bei den Königen von Israel, wieder war keine Frau darunter, dummerweise waren es dann auch Männer die als Propheten zum Sprachrohr Gottes wurden. Selbst Jesus der Sohn Gottes muss einen Augenblick unkonzentriert gewesen sein und schon hatte er 12 Jungs an der Backe und zu Aposteln gemacht. Sorry, bei allem Respekt, aber irgendwie scheint unser Gott sich kulturellen und anthropologischen Erkenntnissen zu entziehen, weiß er denn nicht, dass wir Gleichberechtigung leben? Hat er noch nie von der Frauen-Quote gehört ? Paulus erwähne ich nur am Rande, es wird vermutet das helle Licht auf dem Weg nach Damaskus hat ihn für immer blind gemacht für die Anliegen der Frauen. Gott sei Dank sind Wissenschaft und moderne Theologie diesen geschichtlichen Fehlleistungen auf die Spur gekommen. Jetzt endlich bricht die Zeit der Frauen an ! (Kommentar auf Jesus.de)

Donnerstag, 22. April 2021

mein apokalyptischer Wahn

Ich hab einen Hang zu apokalyptischen Deutungen, sicher  befeuert durch einschlägige Redner im Internet. Die Vorraussetzungen für eine Wiederkunft des Herrn sehe ich als ziemlich erfüllt an, die derzeitige Pandemie als eine heftige Wehe. Als Hauptindikatoren für ein nahes Endzeitszenario nenne ich die Heimführung der Juden aus aller Welt, die Staatsgründung Israels, die weltweite Verbreitung des Evangeliums und der Abfall von Gott und dem Glauben. Zudem ist die technische Entwicklung "Endzeitmäßig", da denke ich an Genmanipulation oder Überwachung mittels künstlicher Intelligenz. Dennoch muss ich feststellen, die Weltrieg 1 Generation hätte auch schon allen Grund gehabt mit Jesus zu rechnen, ein weltweiter heftiger Krieg, die spanische Grippe mit vielen Millionen Toten, Hungersnöte  und auch sonst lag vieles im Argen.  Was will ich sagen, man kann, ist man erst mal in dieser Denkspirale drin, leicht einem "apokalyptischen Wahn" verfallen und geneigt alle Geschehnisse so zu deuten wie es einem reinläuft. Da ist Reflektion angesagt und die Liebe zur Wahrheit will immer wieder neu angefacht werden. Schon viele, auch seriöse Leute sind hier gescheitert, haben sich in ihren Vorstellungen verloren und sich sogar zu irgendwelchen definierten Zeitangaben hinreißen lassen. Soweit darf es nicht kommen, zumal bei Gott ein Tag wie tausend Jahre sind, unser Zeitempfinden dagegen ist auf unsere begrenzte Lebenszeit bezogen. Also  nicht hysterisch werden, Jesus Tag für Tag nachfolgen, und ein leidenschaftliches  "komme bald" beten !

Dienstag, 20. April 2021

Trilogie zur Krise im Vatikan Teil 1 Freiheit

Mein Lebensmotto lautet "jeder macht was er will". Als Schwabe nur noch zu ergänzen mit einem leidenschaftlichen "Freiheit für die Bauern" ! Zugegeben das klingt nach Anarchie, möchte ich aber als ein Loblied auf die Freiheit verstanden wissen. Freiheit soll es auch im religiösen Dingen geben, jeder soll glauben dürfen was er möchte, auf dem Markt der Spiritualität wird ja tatsächlich auch alles Mögliche angeboten. Das Esoterische ist seit Jahren sehr beliebt und anders als bei den Nahrungsmitteln wo regionale Produkte gefragt sind, zieht es die Leute immer mehr Richtung Fernost. Interessant festzustellen, dass der christliche Glaube gern mit Elementen anderer Religionen vermischt wird, so hat sich die "Allversöhnung" ziemlich durchgesetzt, vereinfacht, wir kommen alle in den Himmel, wir sind alle Kinder Gottes und Gott ist (so es ihn denn gibt) einfach nur ein "lieber Gott" ! Kindheitserinnerungen werden wach. Nirgendwo wird soviel mit Fake-News gearbeitet wie in der Religion, leider sind da die Kirchen keine Ausnahme.  Das ist tragisch. Klar, man kann sich seinen Glauben selber basteln, nur mit dem Original hat das dann nicht mehr viel zu tun. Luther sah das anders, eine seiner steilen Thesen war das "sola Skriptura". "Das Wort sie sollen lassen stahn", herrlich ! "Er schuf sie als Mann und Frau" einer der ersten Sätze der Bibel, es lohnt sich darüber nachzudenken. Überhaupt, das Lesen der hl Schrift kann Welten eröffnen und macht man es ernsthaft, ist ein leichtfertiges Berufen auf dieselbe keine Option. Das gilt auch beim Thema Segnung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen.  Ist einem das zu eng, zu unmodern, kann man ja einen neuen Verein gründen und den LGBTQ Gottes*-Dienst in gendergerechter Sprache anbieten, aber gestehen wir doch den Konservativen das Recht zu den "Glauben der Väter" zu leben und zu verteidigen. Die Bibelfesten unter uns seien noch erinnert an die listige Frage (1 Mose,3) "sollte Gott gesagt haben"?  Und auch Jesus auf der Zinne des Tempels wurde ähnlich angegangen. Erkennen wir das Strickmuster und die Botschaft in diesen Textpassagen?  Jesus empfiehlt uns unser "Lebenshaus" auf Stein zu bauen. Ein festes Fundament bewahrt vor bösen Überraschungen ! Wir sollten die Fundamente unseres Glaubens nicht unterspülen lassen durch zeitgeistliche Strömungen.  Freiheit ?!   "wen der Sohn frei macht ist recht frei" (Joh 8)

Teil 2 Einheit

Das Dekret aus dem Vatikan spült den Konflikt in der katholischen Kirche zum Thema Umgang mit homosesuellen Beziehungen erneut an die Oberfläche. Die liberalen Geister sind enttäuscht, gerade von Papst Franziskus hat man sich mehr erhofft. Aber noch haben sich die Tradionalisten durchgesetzt, wir alle wissen nur für kurze Zeit. Die letzte Bastion gegen den Zeitgeist wird fallen ! Wie die Geschichte dann weitergeht ist offen, es wird wohl auf eine Art Spaltung hinauslaufen. Die Aktivisten für Homo-Ehe und Segnung interpretieren den Missionsbefehl um, nicht für das Evangelium wird gekämpft sondern für die vermeintlichen Rechte der LSGBTQ -Gemeinde. Analog zur evangelikalen Szene und der EKD gefährden sie damit die Einheit ihrer Kirche. Auch das wird umgedeutet, nicht die, welche die seit Jahrhunderten bestehende Übereinkunft in Frage stellen sind die "Bösen" sondern die an diesen "Fundamenten" festhalten. Logisch, dass sie flankiert werden von Politik und Medien ! Möglich ist diese Entwicklung durch konseqente Aushöhlung bestehender Grundüberzeugungen, sozusagen ein Dauerfeuer auf die Mauern des verbliebenen Rests. Das Ganze wird zur Frage der Menschenwürde und Rechte hochstilisiert, man wagt kaum öffentlich dagegen zu reden. Dann noch garniert mit der Floskel der grenzenlosen Liebe Gottes, wer mag da noch widersprechen? Dabei ist die Frage zur Homosexualität nur eine von vielen Baustellen, Mißbrauch, Zölibat, Maria 2. 0 passen in die Reihe. Wie gesagt, dass wird die Katholiken zerreißen, zumal in Südamerika, Asien und Afrika die Menschen anders ticken. Wird es in Zukunft einen "modernen" westlichen Zweig geben ?  Das wird spannend ! Meine Hoffnung, auch bei den Katholiken wird sich die Spreu vom Weizen trennen, das Gericht fängt am Hause Gottes an, aber die Endzeitgemeinde wird überwinden !